![]() |
Chorvereinigung "Jung-Wien" | ![]() |
![]() Chorleiter: Kerem Sezen |
![]() Korrepetitor und Chorleiter-Stv.: Marcin Kozieł |
![]() Stimmbildung: Lia Burger |

Kerem Sezen wurde 1978 in Istanbul geboren. Bereits als Kind erhielt er Flöten- und Klavierunterricht, später studierte er an der Universität für Musik in Wien Flöte, Klavier, Chorleitung und Gesang.
Sezen war Chorleiter des Schwechater Gesang- und Musikvereins, singt selbst, sowohl im Chor als auch als Basssolist. Er war Mitglied im Arnold-Schönberg-Chor, im Chor der Wiener Staatsoper; er hat als Chormitglied mit den Wiener Philharmonikern, den Berliner Philharmonikern und dem Concentus Musicus Wien musiziert, unter Dirigenten wie Claudio Abbado, Daniel Barenboim, Nikolaus Harnoncourt, Riccardo Muti und Sir Simon Rattle. Als Solist singt Sezen Messen, Oratorien und auch Musicals.
In Oper und Operette hat er schon Rollen wie "Dottore Malatesta" in Donizettis Don Pasquale, "Marullo" in Verdis Rigoletto oder "Allazim" in Mozarts Zaide gesungen.
2003 wurde Sezen Kapellmeister der Wiener Sängerknaben. Seither hat er "seine" Sängerknaben in Europa, China, Japan, Korea, den USA, Australien und Neuseeland dirigiert.
Sezen ist der Überzeugung, dass Singen gesund und glücklich macht. Das erreicht er mit einem ausgewogenen Training verschiedener Techniken wie Yoga, Wirbelsäulengymnastik, Qi Gong. Besonderen Wert legt er auf Natürlichkeit und einen einheitlichen Chorklang. "Jeder soll seine Stimme voll entwickeln, Lust und Neugierde wecken für das Schöne, dann kann der Chor jedem Stück gerecht werden" sagt Sezen.
Infos zu weiteren Konzerten und detaillierten Lebenslauf lesen sie unter www.sezen.at

Marcin Kozieł, geboren 1975 in Gdańsk/Polen absolvierte die Musikakademie Gdańsk in der Klavierklasse. Absolvent der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien in der Klasse von oUniv.Prof. David Lutz. Opernkorrepetitor im Privatkonservatorium der Stadt Wien unter der Leitung von Kristin Okerlund.
Als Korrepetitor und Musikleiter nahm er in den Produktionen von "Zauberflöte" (Japan, September 2005) und "The Old Maid and The Thief" von Menotti (Niemcy, Februar 2006) teil. Seit einigen Jahren agiert er als Klavierbegleiter bei bekannten Vokalwettbewerben - Internationaler Schumann-Wettbewerb in Zwickau (Mai 2004), Schubertiade in Steyr (Juni 2004), Internationales Ada Sari-Festival in Nowy Sącz / Polen (2003 und 2005), Internationales Maria Callas-Festival in Athen (Februar 2005). Auftritte mit SängerInnen in zahlreichen Konzerthäusern u. a. in der Nationalen Philharmonie in Ljubljana / Slowenien, in der Nationalen Oper in Tbilissi / Georgien während des "Tbilissi Tage Festivals", im Atatürk Center in Ankara / Türkei, im Theater Holon in Tel Aviv / Israel und im Kulturzentrum der palästinensischen Autonomie in Ramallah. Teilnahme am Jeunesse Festival in Tulln (November 2005).
Seit sechs Jahren Klavierbegleiter auf dem "International Festival of Operatic Arias" in Dubrovnik / Kroatien. Lange Zusammenarbeit mit Gesangprofessoren, u.a. mit Helena Łazarska.

Geboren in Wien, abgeschlossenes Lehramtsstudium in den Fächern Musikerziehung und Französisch an Hochschule und Universität Wien, sowie Ausbildung als Tänzerin am Konservatorium der Stadt Wien.
Nach Abschluss des Studiums dreijährige Tätigkeit beim Akademie-Kammerchor unter Xaver Mayer im Theater an der Wien.
Anschließend Engagements als Gesangssolistin an den Stadttheatern Klagenfurt, Baden und St. Pölten, sowie kleine Abstecher an das Theater Passau und das Deutsche Operettentheater München. Sechs Jahre Ensemblemitglied der Wiener Volksoper als Operettensoubrette.
Zum Repertoire gehören Opernpartien (Despina, Frasquita, Papagena und Königin der Nacht), Kirchenmusik, sowie fast alle Soubrettenpartien in Operetten und einige Musicals (My fair Lady, Gigi).
Gleichzeitig rege Konzerttätigkeit im In-und Ausland (Japan, Deutschland), Mitwirkung bei diversen Tourneeunternehmen.
Schon nach Beendigung des Studiums Tätigkeit im pädagogischen Bereich (Stimmbildung). Langjährige Erfahrung und große Begeisterung im Versuch, die Freude am Singen zu vermitteln, ist das Motto der Künstlerin.
Seit Winter 2005 Stimmbildnerin des Chores Jung Wien.

Im folgenden stellen wir alle unsere namhaften Chorleiter vor, welche "Jung Wien" geprägt haben!
![]() Chorleiter von 1946 bis 1981: Professor Leo Lehner |
![]() Stellv. Chorleiter und Korrepetitor von 1977 bis 1981 und Chorleiter von 1981 bis 1986: Professor Franz Gerstacker |
![]() Stellv. Chorleiter und Korrepetitor von 1983 bis 1994: Professor Wolfgang Ortner |
![]() Chorleiter von 1986 bis 1996: Professor Gerhard Track |
![]() Stellv. Chorleiter und Korrepetitor von 2003 bis 2004: Daniel Linton-France | ">
![]() Chorleiter von 1997 bis 2009 und stellv. Chorleiter von 2009 bis 2010: Manfred Schiebel |

Ein Leben nach Noten
20. Juli 1900 - 22. April 1981
Leo Lehner wurde als drittes von vier Kindern von Rudolf (Schuldirektor und Chorleiter der Ottakringer Liedertafel, Komponist und Regenschori der Alt-Ottakringer Pfarrkirche) und Antonia LEHNER (Tochter eines Fabrikanten) in Wien Ottakring, Hippgasse 18 geboren.
Im Alter von vier Jahren begann er, Klavier spielen zu lernen, mit sechs Jahren Orgel und mit sieben Jahren Violine.
Vom sechsten bis zum dreizehnten Lebensjahr wer er bei den k.u.k. Sängerknaben unter Hofkapellmeister Franz Schalk.
Bereits mit 16 Jahren leitete er einen Männerchor.
Ab 1914 besuchte er die Lehrerbildungsanstalt, er wollte jedoch Musiker werden.
Die weiteren Stationen seines musikalischen Werdeganges: Während seiner vierjährigen chemographischen
Lehre heimliches Studium an der Musikakademie Wien (Lehrer Franz Schmidt, Josef Lechthaler), gleichzeitig
Freisprechung als Geselle und Reifeprüfung an der Musikakademie mit "sehr gutem Erfolg", Klavierbegleiter,
Zirkuskapellmeister, Bühnen-Kapellmeister am Wiener Burgtheater, mit 23 Jahren Musiklehrer an der Realschule
Wien VII, dort gründet er den größten Schulchor Wiens, Konzertreisen nach Deutschland und Tschechien,
1930 Gründung des "Jung-Urania" Chors, im gleichen Jahr Ablegung der Externisten-Matura.
1931 Lehramtsprüfung für Musik, 1935 - 1945 Wehrdienst, Chor des Fliegerhorstes Proßnitz unter seiner Leitung,
amerikanische Kriegsgefangenschaft, November 1945 Heimkehr nach Wien.
Er wird Musiklehrer an Lehrerbildungsanstalten in Wien und gründet 1946 die Chorvereinigung "Jung-Wien".
Erste große Konzerte: "Stimmen der Völker in Liedern", gesungen in 16 Sprachen, in der Folge mehr
als 2.500 öffentliche Auftritte und 37 Auslandsreisen mit "Jung-Wien".
1947 erhält er den Professorentitel. Er komponiert für Chor und Orchester, bearbeitet viele Volkslieder
und Werke, u.a. der Strauß-Dynastie.
Zu seinem 80. Geburtstag erscheint seine Autobiographie "Ein Leben nach Noten".
Leo Lehner starb am 22. April 1981 in Kirchdorf a.d. Krems, Oberösterreich.
(Prof. DI Franz Marx)

Prof. Franz Gerstacker wurde in München geboren. Nach Studium und Lehrtätigkeit am dortigen Konservatorium wurde er 1957 an das Stadttheater Klagenfurt als Chordirektor engagiert.
1959 übernahm er die Leitung der Klagenfurter Singakademie und des Männergesangvereins und wurde im gleichen Jahr zum Domkapellmeister bestellt.
Nach der Kärntner Erstaufführung der "Missa solemnis" von L. v. Beethoven (1963) wurde er als Chordirektor an die Wiender Volksoper berufen (1964 - 1990).
1970 - 1984 Chorleiter der Burgenländischen Festspiele Mörbisch, 1978 - 1986 küstlerischer Leiter der Chorvereinigung "Jung-Wien" und seit 1979 des Wiener Schubertbundes.
Daneben Choreinstudierungen bei den Bregenzer Festspielen, beim Bayerischen Rundfunk und an der Bayerischen Staatsoper München.
Von 1983 - 1997 Vorsitzender im Musikausschuss des Österreichischen Sängerbundes. Umfangreiche Tätigkeit als Juror bei nationalen und internationalen Chorwettbewerben.
1980 wurde er vom Bundespräsidenten mit dem Berufstitel Professor ausgezeichent.
Gestorben am 23. Dezember 2009 in Wien.

1936 in Linz geboren, absolvierte seine musikalischen Studien am Linzer Bruckner Konservatorium (Klavier bei Roman v. Miceva, Tonsatz, Harmonielehre und Kontrapunkt bei Fritz Heinrich Klein).
Auf dem Operettensektor war Wolfgang Ortner musikalischer Leiter des Wiener Thaliatheaters und der Robert Stolz-Festspiele in Bad Hall, er schreibt Arrangements und Instrumentierungen für die Wiener Volksoper und diverse Sängerinnen und Sänger.
Seine jüngste Operettenarbeit ist die musikalische Neufassung der Operette "Honeymoon" von Heinrich Strecker (Uraufführung am 30. Juni 2002 in Baden).
In der Chormusik war er in jungen Jahren Leiter des Knabenchores "Wiener Spatzen" und 1983 - 1994 Korrepetitor und zweiter Chorleiter der Chorvereinigung "Jung-Wien", für die er viele Arrangements und Textierungen schrieb.
Als Pianist ist Wolfgang Ortner ein vielgefragter Begleiter von Künstlern aller Stilrichtungen. Seine diesbezügliche Tätigkeit beschränkt sich nicht nur auf Wien, sondern führte ihn schon bis Japan und Amerika.

Nach der Matura studierte Gerhard Track an der Kapellmeisterschule bei Hans Swarowsky, an der Chorleiterschule bei Reinhold Schmid und an der Schulmusikabteilung der Akademie.
Ferdinand Grossmann und Dr. Hans Gillesberger sollten für Gerhard Track wegweisend für die Tätigkeit als Chorleiter werden.
1953 - 1958 leitete Gerhard Track einen Konzertchor der Wiener Sängerknaben und ging anschließend nach Amerika, um dort für 28 Jahre als Dirigent und Universitätsprofessor tätig zu sein.
Nach seiner Rückkehr im Jahre 1986 wurde Gerhard Track auf Vermittlung von Dr. Eberhard Kummer, seines Zeichens damaliger administrativer Leiter der Hochschule für Musik und darstellende Kunst, die Leitung der Chorvereinigung "Jung-Wien" angeboten.
Was nun folgte, waren mehr als 10 Jahre produktiver Zusammenarbeit zwischen Gerhard Track und der Chorvereinigung "Jung-Wien".
Konzertreisen führten den Chor unter seiner Leitung u.a. zweimal in die USA, sowie nach Belgien, Dänemark, Deutschland, England, Finnland, Schottland, Schweden und in die Slowakei.
In Wien waren die künstlerischen Fixpunkte die jährlich stattfindenden Advent- und Frühjahrskonzerte im Großen Musikvereinssaal.
1997 übergab Gerhard Track die Leitung der Chorvereinigung "Jung-Wien" an Manfred Schiebel.
Die Zusammenarbeit zwischen Gerhard Track und der Chorvereinigung "Jung-Wien" blieb aber dennoch erhalten, denn in regelmäßigen Abständen gestaltete die Chorvereinigung "Jung-Wien" mit dem Männergesang-Verein gemeinsame Konzerte.
Darüber hinaus ist Gerhard Track Ehrenmitglied der Lehner-Runde, einer Vereinigung ehemaliger Mitglieder der Chorvereinigung "Jung-Wien".

Der gebürtige Australier Daniel Linton-France sammelte seine ersten musikalischen Erfahrungen im Domchor "St.Marys" seiner Heimatstadt Sydney.
Nach dem Besuch des dortigen Konservatorium-Gymnasiums, wo er Studien in Klavier, Cembalo, Horn, Komposition und Dirigieren erhielt, studierte er Klavier bei Christoph Lieske und Dirigieren bei Dennis Russel-Davies und Jorge Rotter an der "Universität Mozarteum" in Salzburg und schloss sein Studium dort mit dem Mag. Artium ab.
Seit dem Jahr 2000 arbeitet er regelmäßig als Pianist und Dirigent bei den Tiroler Festspielen in Erl und wurde 2001 Musikalischer Leiter vom "Convento dell'Angelo" in Lucca, Italien, wo sich der künstlerische Sitz der von Gustav Kuhn gegründeten "Accademia di Montegral" befindet.
In den Ländern Österreich, Deutschland, Italien, Ungarn, Australien und in der Schweiz ist er als Dirigent, Solist, Kammermusiker und Liedbegleiter aufgetreten und arbeitete mit dem "Orchester der Tiroler Festspiele", dem "European Festival Orchestra", dem "Haydn Orchester Bozen", "Ensemble Risognanze, Milan", "Concierto München", der "Filharmonica Marchigiana" und dem "SBS Orchester, Sydney". Als Komponist schrieb er für Theater, Chor und verschiedene Instrumentalkombinationen.
Er ist Preisträger beim "Int. Wettbewerb Subert und die Moderne" 2003, Graz
Von November 2003 bis Sommer 2004 arbeitete er als zweiter Chorleiter und Korrepetitor mit dem Chor "Jung Wien" und dem "Wiener Männergesang-Verein" zusammen.

Er erhielt seine erste musikalische Ausbildung bei den Mozart-Sängerknaben in Wien. Klavierstudium bei Prof. Thomas Kreuzberger an der Musikhochschule Wien, Dirigentenausbildung an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien bei Prof. Karl Österreicher, Korrepetition bei Dr. Harald Goertz an der Musikhochschule in Wien.
Seit 1991 unterrichtet er an der Konservatorium Wien Privatuniversität und arbeitet immer wieder mit namhaften Künstlern wie z.B. Edita Gruberova, Franco Bonisolli, Leo Nucci, Ferruccio Furlanetto, Sona Ghazarian, Peter und Miro Dvorsky, Walter Fink, Hilda de Groote, Jewgenij Nesterenko, Sebastian Reinthaller, den Wiener Sängerknaben, aber auch mit bekannten Schauspielern wie z.B. Elfriede Ott oder Fritz Muliar zusammen.
Seit Frühjahr 2002 leitet er auch eine eigene Klasse an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien im Institut für Sologesang und Musiktheater.
Nach seiner langjährigen Tätigkeit als Chorleiter beim Wiener Männer-Gesangverein hat er nun die nötige Zeit, sich als künstlerischer Leiter der Chorvereinigung "Jung-Wien" zu widmen.
Auftritte und Konzerte führten ihn bisher auf 4 Kontinente, auf CD's ist er als Pianist, Dirigent und Organist zu hören. Sein reichhaltiges Repertoire, welches alle Musiksparten von der "Alten Musik" bis zum Musical, Chanson und Wienerlied umfasst, das Hauptaugenmerk aber auf das klassische und romantische Kunstlied, die Kammermusik und vor allem die Oper richtet, macht ihn immer wieder zu einem sehr begehrten und gerne gehörten Begleiter.

Zuletzt bearbeiten: Fri, 30. Jul 2010, 15:51:22 von R.K. -- Impressum